Nachhaltigkeitsbericht

Im Dialog mit Stakeholdern

GRI 102-43

Stakeholderveranstaltungen

50Hertz hat 2018 zahlreiche Veranstaltungen mit verschiedenen Stakeholdergruppen durchgeführt. Im November nahmen mehr als 250 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft an unserem Parlamentarischen Abend im 50Hertz Netzquartier teil, darunter die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock, die Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, sowie der Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Stefan Kapferer. Vertreterinnen und Vertreter mehrerer Bundesministerien, des Bundestages, großer Industrieunternehmen, von NGOs und Verbänden tauschten sich darüber aus, wie es bis zum Jahr 2030 erreicht werden kann, 65 Prozent Erneuerbare Energien sicher in Netz und Markt zu integrieren.

Beim Energy Lunch in Berlin bittet 50Hertz regelmäßig politische Stakeholder und Vertreter von NGOs und Verbänden zum energiepolitischen Austausch beim Mittagessen. Auf Länderebene lädt 50Hertz zum Ländertreff Netze ein. Dabei diskutieren Vertreter aller Bundesländer im 50Hertz-Netzgebiet mit 50Hertz-Experten über die energiepolitischen Herausforderungen. Grundsätzlich stehen 50Hertz-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aller Ebenen mit lokalen, nationalen und internationalen Stakeholdern aus Politik, Branche und Nichtregierungsorganisationen im offenen und transparenten Diskurs. Verteilnetzbetreiber, Großverbraucher, Stahlwerke, Kraftwerksbetreiber und Entwickler von Erneuerbare-Energien-Anlagen waren nur einige der Kunden, die am jährlichen Kundentreffen von 50Hertz teilnehmen. Die unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmer führten zu einem angeregten Austausch auf dem eintägigen Forum.

Kerstin Rippel, Leiterin Kommunikation und Public Affairs

„Auf der einen Seite stehen der politisch gesellschaftliche Konsens für die Energiewende und der klare gesetzliche Auftrag, den dafür erforderlichen Ausbau der Übertragungsnetze zu beschleunigen. Auf der anderen Seite sehen wir die konkreten, persönlichen und oft nachvollziehbaren Anliegen von einzelnen Menschen, die vom Netzausbau betroffen sind. 50Hertz ist überzeugt, dass Dialog der einzige Weg ist, um in diesem Spannungsfeld eine Balance zu finden. Abhängig von Anspruchsgruppe und dem Bedarf kann die Form des Dialogs variieren, respektvoll und offen ist er immer.“

Kerstin Maria Rippel – Leiterin Kommunikation und Public Affairs

Podiumsdiskussion auf der Treppe. Grünenchefin Annalena Baerbock im Gespräch mit Stefan Kapferer, Boris Schucht und Kerstin Rippel. Podiumsdiskussion auf der Treppe. Grünenchefin Annalena Baerbock im Gespräch mit Stefan Kapferer, Boris Schucht und Kerstin Rippel. Foto: Jan Pauls

Alle an Bord für die Offshore­-Windenergie

Beim 4. Tag der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern hatten rund 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Offshore-Projekte von 50Hertz zu informieren. „Leinen los!“ hieß es am Stadthafen Sassnitz (Rügen) zur Ausfahrt zu den Offshore-Windparks Arkona und Wikinger, die wir an unser Übertragungsnetz angeschlossen haben. An Bord erhielten die Passagiere Informationen aus erster Hand von 50Hertz-Experten zu den anspruchsvollen Netzanschlussprojekten auf See.

Dialogformate für Stakeholder

GRI 102-21, GRI 102-40, GRI 102-42

Im Prozess der Wesentlichkeitsanalyse wurde das 50Hertz Stakeholder-Umfeld analysiert und definiert. Mit diesen Anspruchsgruppen tritt 50Hertz regelmäßig in Kontakt und Austausch.

    Finanzsektor Environment/Society Market
Dialogformate
Industriegewerkschaft Bergbau,
Chemie und Energie
Shareholder
Geldgeber
Rating-Agenturen
Medien
Bundesnetzagentur
Politische Entscheider
Öffentlichkeit
Wissenschaft
Nichtregierungsorganisationen
Bürgerinitiativen
Lieferanten
Erzeuger
Verteilnetzbetreiber
Großverbraucher
Übertragungsnetzbetreiber
Arbeitsgruppe Netzer                              
Industriegruppenausschuss Elektrizitätswirtschaft                              
Gastvorträge                              
Bankers Day                              
Analysten- und Investoren-Telefonkonferenzen                            
Bilanzpressekonferenz                            
Jahresberichte                
Ländertreff Netze Nordost                              
Energy-Lunch im Netzquartier                              
Systemsicherheitskonferenz                        
EEG-Konferenz                                
Lieferantentag                              
Kundentag                          
Kunstrundgang 50Hertz                              
Mitmachausstellung                              
Social Media                            
Wissenschaftlicher Beirat                              
Universitätskooperationen                              
Dissertationen, Master- und Bachelorarbeiten                              
RGI-Treffen                            
Vogelschutzkonferenz                        
Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung                          
Internationale Besuchsgruppen                          
Tagung "Lastflüsse steuern, europäischen Stromhandel stärken"                              

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung

GRI 102-29, GRI 102-44, GRI 413-1, G4-EUS-DMA Stakeholder Participation (Einbindung von Stakeholdern)

Bei der Planung und Umsetzung des Netzausbaus setzt 50Hertz einen umfassenden Dialog- und Beteiligungsansatz um. Denn die Einbindung der relevanten Anspruchsgruppen spielt für einen nachhaltigen Netzausbau eine besondere Rolle. Die regionalen und lokalen Anspruchsgruppen werden zunächst genau analysiert, die Themen, Fragen und Befürchtungen, die bei den Betroffenen vor Ort vorhanden sind, erhoben. 50Hertz orientiert sich dazu an den Standards der VDI 7000. Dadurch kann gemeinsam mit der Region ein Beteiligungsfahrplan erarbeitet und umgesetzt werden, der sich sowohl an den Standards einer guten frühen Öffentlichkeitsbeteiligung als auch an den Projektspezifika des jeweiligen Vorhabens orientiert. Denn in den Regionen, in denen vorhandene Kapazitäten verstärkt oder neue Umspannwerke und Leitungen gebaut werden, ist der Informations- und Beteiligungsbedarf der Bürgerinnen und Bürger unterschiedlich. 50Hertz möchte sich an diesem speziellen Bedarf orientieren und vor Ort den Dialog führen. Nur so kann es gelingen, die Planungen weiter zu verbessern, das lokale vorhandene Wissen zu integrieren und Betroffene zu Beteiligten zu machen.

Eva Schulze beim Infomarkt Berlin Tiergarten im Gespräch mit einer Anwohnerin Infomarkt in Berlin Tiergarten: Eva Schulze aus dem Bereich Naturschutz und Genehmigungen im Gespräch mit einer Anwohnerin.

Der Dialog mit den relevanten Anspruchsgruppen beginnt bereits in einer sehr frühen Planungsphase der Projekte. Dies schließt sowohl die Konsultation zum Netzentwicklungsplan als auch zu Netzverstärkungs- und Ausbauvorhaben ein. Die Dialoge mit den Betroffenen finden nach klar definierten Vorgaben, in festgelegten Formaten und über einen standardisierten „Werkzeugkasten“ statt.

Interne, projektbezogene Richtlinien regeln Zeitabläufe und das Zusammenspiel von Projektplanung, Genehmigung, Öffentlichkeitsbeteiligung sowie Stakeholder- Management. Dazu gehören auch umfassende „Lessons Learned“-Prozesse, die das Unternehmen dazu befähigen, den standardisierten „Werkzeugkasten“ für die Öffentlichkeitsbeteiligung bei 50Hertz ständig weiterzuentwickeln. Darüber hinaus beteiligt sich 50Hertz an der Debatte zur Qualität von Öffentlichkeitsbeteiligungen beispielsweise im Rahmen der Allianz für Vielfältige Demokratie der Bertelsmann Stiftung und ist Mitglied der Dialog-Gesellschaft e.V.

Olivier Feix, Leiter Naturschutz und Genehmigungen

„Um das Netz der Zukunft zu bauen, ist eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung von zentraler Bedeutung. 50Hertz ist davon überzeugt, dass die Beteiligung unserer Anspruchsgruppen zu einem besseren Projektergebnis führt. Wir haben das Ziel, alle Beteiligten bereits in einem sehr frühen Stadium in den Prozess einzubeziehen – lange vor dem technischen Aufsetzen eines Projektes. Die Anregungen lassen wir in die verschiedenen Planungsphasen einfließen. Somit haben unsere Anspruchsgruppen einen großen Anteil an der Entwicklung unserer Netzausbauprojekte. Nicht die Akzeptanz, sondern die Beteiligung steht im Vordergrund.“

Olivier Feix – Leiter Naturschutz und Genehmigungen
G4-EUS-DMA Beteiligung von Interessengruppen


Zielgruppen
Politik und Verwaltung  
Bürgerinitiativen          
Anwohner  
Träger öffentlicher Belange        
NGOs        
Beteiligung
World Café                
Kreiskonferenzen            
Planungsforen            
Dialogmobil      
1:1-Gespräche          
Beirat    
Dialog
Arbeitsgruppen (Bundesländer übergreifend)    
Infomarkt *        
Pressegespräche            
Bürgertelefon  
Inbetriebnahmen              
Regionale Veranstaltungen        
Projektpräsentationen      
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